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Neuer Bahnhofplatz Olten (NBO)
Der Bahnhof Olten ist einer der wichtigsten Bahnknoten der Schweiz und gilt historisch als Kilometer Null des Schweizer Eisenbahnnetzes. Die nationale Bedeutung, der hohe Nutzen und die Dringlichkeit des Projektes «Neuer Bahnhofplatz Olten (NBO)» wurden durch die Aufnahme als prioritäre Massnahme in der Vorlage «Verkehr ‘45» des Bundesrates und im zugrundeliegenden Gutachten von Prof. Dr. Ulrich A. Weidmann (ETH Zürich) bestätigt.
Bereits heute ist der Bahnhof stark ausgelastet. In den kommenden 15 Jahren wird mit einem deutlichen Anstieg des Passagieraufkommens gerechnet. Mit dem Projekt «Neuer Bahnhofplatz Olten (NBO)» wird der Bahnhof gezielt auf dieses Wachstum ausgerichtet. Das Projekt erhöht die Kapazitäten, verbessert die Erschliessung und Umsteigebeziehungen und steigert die Aufenthaltsqualität im Bahnhofsgebiet. Die Modernisierung und der Ausbau der Verkehrsdrehscheibe leistet zudem einen wichtigen Beitrag an die Innenentwicklung und die Attraktivität der Agglomeration Olten als Wirtschafts- und Wohnstandort.
NBO umfasst im Wesentlichen den Ausbau der aareseitigen Bahnzugänge auf der Passagen- und Stadtebene, die Neugestaltung des Bahnhofplatzes auf zwei Ebenen, den durchgängigen Ausbau des rechten Aareufers mit neuem Aaresteg, die Umgestaltung des Knotens Bahnhofplatz sowie den Bau von unterirdischen Parkierungsanlagen für den Auto-, Moto- und Radverkehr. Ziele sind ein gut abgestimmtes Zusammenspiel aller Verkehrsarten sowie einfachere, schnellere und sicherere Umsteigebeziehungen zwischen Fuss-, Velo-, Auto-, Bus- und Bahnverkehr.
Die Zusammenarbeit und Kostentragung für das Projekt NBO wurde seit dem Jahr 2012 in Bauherren-Verträgen zwischen der Stadt Olten, dem Kanton Solothurn und der SBB geregelt. Der Kostenteiler wurde in den Jahren 2014/15 erarbeitet, 2016 festgelegt und seither nur der Projektentwicklung und Teuerung angepasst. Er basiert auf dem Prinzip, dass die Kosten der einzelnen Projektbestandteile ihrem jeweiligen Nutzen entsprechend aufgeteilt werden. Stadt und Kanton tragen die nicht von der SBB finanzierten Projektanteile je hälftig.
Die Gesamtkosten für NBO belaufen sich auf 157 Mio. Franken inkl. Mehrwertsteuer und Reserve (Kostengenauigkeit ±10%). Davon trägt die Stadt Olten einen Kostenanteil von brutto 45.2 Mio. Franken. Nach Abzug der voraussichtlichen Beiträge aus dem Agglomerationsprogramm des Bundes der fünften Generation verbleiben der Stadt Nettokosten von rund 28.1 Mio. Franken; dies entspricht einem Anteil von knapp 18% an den Gesamtkosten. Inklusive der zwischen 2009 und 2016 angefallenen Planungskosten von 1 Mio. Franken wird dem Gemeindeparlament im September 2026 ein Brutto-Verpflichtungskredit über total 46.2 Mio. Franken beantragt. Stimmen das Gemeindeparlament und der Solothurner Kantonsrat der Vorlage zu, entscheiden das kantonale und das städtische Stimmvolk am 28. Februar 2027 an der Urne.
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