Inhalt
Postulat Rolf Braun (SP) und Mitunterzeichnende betr. Erhaltung der Schlittelgelegenheiten in Olten/Beantwortung
- Geschäftsart
- Bericht und Antrag
- Datum
- 17. Dezember 2009
- Beschreibung
- Am 26. März 2009 haben Rolf Braun und Mitunterzeichnende ein Postulat mit folgendem Inhalt eingereicht:
«Der Stadtrat wird ersucht, ein Verzeichnis der derzeitigen Schlittelmöglichkeiten in Olten zu erstellen und aufzulisten, welche Schlittelhänge und -strecken unverbaubar sind und welche planerisch oder mit anderen Massnahmen gesichert werden können.
Begründung
Wird man auch in Zukunft am Oltner Stadtrand schlitteln können? Diese Frage stellen sich nicht wenige Mütter und Väter, welche mit ihren Kindern diesen Winter am Fustlighang den Schlittelplausch genossen. Sie sind durch die ausgesteckten Häuser und die kürzliche Einzonung einiger Landstücke in diesem Gebiet verunsichert und alarmiert.
Der Verlust von Kulturland und damit auch von Naherholungsgebieten geschieht schleichend und wird in der Regel erst im Nachhinein wirklich realisiert. Von daher ist es sinnvoll, sich bezüglich der vorhandenen Schlittelmöglichkeiten einen Überblick zu verschaffen, damit falls nötig zu deren Erhaltung vorausschauend gehandelt werden kann.
Einige Gedanken zur Wichtigkeit von genügend Schlittelmöglichkeiten in Olten für unsere Einwohner-/innen und unsere Stadt.
Beim Schlitteln bewegen sich unsere Kinder und die jung gebliebenen Erwachsenen in der freien Natur und an der frischen Luft. Spass und Sport können so spontan in unmittelbarer Nähe zu Schulhäusern und Wohnquartieren stattfinden und erst noch ohne Realisierung von neuen Sportanlagen und deren teuren Unterhalt. So kann u.a. dem Bewegungsmangel und der Fettleibigkeit von denen auch die Oltner Jugend nicht verschont ist, entgegengewirkt werden. Hier bewegen sich auch Kinder, welche in keinem Sportverein tätig sind und daher dieses frei zugängliche Angebot nutzen können. Und was die Jungen heute erleben und schätzen lernen, werden sie auch ihren Kindern ermöglichen und mitgeben wollen.
Als wertvoller Nebeneffekt findet hier auf natürliche und daher äusserst nachhaltige Art und Weise auch Integration statt.
Genügend Schlittelmöglichkeiten für Kinder und Familien in Olten tragen bei zur Wohn- und Lebensqualität in unserer Stadt. So müssen die Eltern nämlich kein Auto zu Verfügung haben, um ihre Kinder auf einen Jurahang zu chauffieren, damit sie dieses Vergnügen haben können. Zudem können sich so auch Kinder von arbeitstätigen Alleinerziehenden und Doppelverdiener beim Schlitteln austoben.
Es ist somit klar, dass Schlittelmöglichkeiten auf beiden Stadtseiten von Olten erhalten bleiben müssen, da sonst eine zu grosse Diskrepanz zu unseren Labels «Sportstadt Olten», «Wohnstadt Olten» und «Energiestadt Olten» entsteht!»
Stadtrat Dr. Martin Wey beantwortet den Vorstoss im Namen des Stadtrates wie folgt:
Das verlangte Verzeichnis der derzeitigen Schlittelmöglichkeiten in Olten wird möglichst rasch erstellt und gleichzeitig wird auch aufgezeigt, welche Schlittelhänge und -strecken unverbaubar sind und welche planerisch oder mit anderen Massnahmen gesichert werden können. Die Sicherstellung kann entweder im Rahmen von Nutzungsplänen durch entsprechende Nutzungseinschränkungen oder über privatrechtliche Vereinbarungen erfolgen. An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass ein Schlittelweg im Bereich oberhalb der Tellstrasse – im Rahmen von privatrechtlichen Vereinbarungen und zudem als Nutzungsbeschränkung im Rahmen des Gestaltungsplanes – planungsrechtlich gesichert wurde.
Der Stadtrat empfiehlt dem Gemeindeparlament, das Postulat zu überweisen.
Zugehörige Objekte
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