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Tag der offenen Tür im Bahnhof Olten: Stadt schenkte Gugelmann-Plastik
Stadtpräsident Ernst Zingg betonte, die Eisenbahn habe ihrerseits der Dreitannenstadt enormen Aufschwung gebracht: In den ersten 50 Jahren nach der Eröffnung der Eisenbahnlinie im Jahr 1856 habe sich die Bevölkerung von knapp 1700 Personen auf über 8500 mehr als verfünffacht. Olten sei zu einer blühenden Industriestadt geworden mit Betrieben der Branchen Metallverarbeitung, Schuhe, Bekleidung, Chemie, Nahrungsmittel und Fahrzeuge. Die Eisenbahn habe die letzten 150 Jahre in der Dreitannenstadt geprägt und im Wohnbau, in der Wirtschaft, im Kultur-, Sport- und Gesellschaftsleben Spuren hinterlassen, die Olten keineswegs missen möchte.
Die Plastik von Paul Gugelmann sei deshalb nicht nur ein Geschenk, sondern auch ein Versprechen: Olten, eine Stadt mit 17'400 Einwohnerinnen und Einwohnern, werde trotz erfolgreicher Vergangenheit und Gegenwart die Hände nicht in den Schoss legen, sondern habe grosse Pläne: Olten solle zum wichtigsten Standort für zentrale Dienste Schweiz werden und zum besten Standort für städtisches Wohnen im Mitteland. Für beide Ziele sei die Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr entscheidend. Olten rechne mit der Bahn und dem Bahnhof, aber auch Bahn und Bahnhof dürften weiterhin auf die Stadt Olten zählen, so das Stadtoberhaupt, das zudem seiner Freude Ausdruck gab, dass der SBB-Verwaltungsrat am Vortag - pünktlich zum Festakt - entschieden hatte, dass eine der beiden neuen Betriebszentralen für die Disposition und die operative Steuerung des Bahnbetriebs in der Deutschschweiz ihren Standort in Olten finden werde. Der Stadtrat habe dies nicht gewusst, höchstens gehofft, als er entschieden habe, dem Bahnhof Olten eine Plastik des Gretzenbacher Künstlers Paul Gugelmann zu schenken. Dieser Entscheid habe aber bewiesen, dass der Stadtrat auch bei diesem Beschluss einmal mehr einen guten Zug gemacht habe...

