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Martin Disteli und das Kunstmuseum

1844

Der begabte Zeichner und Karikaturist Martin Disteli (1802-1844) war ein ebenso begabtes wie unbequemes Kind unserer Stadt. Als Sohn des Fabrikanten und Unterdistriktstatthalters Urs Martin Disteli wurde ihm der Glaube an eine Welt ohne ererbte Vorrechte, ohne Bevormundung durch Aristokraten und Kleriker sozusagen in die Wiege gelegt.

Seine Ausbildung in Jena endete abrupt, als er sich wegen Beteiligung an einem Studentenaufruhr der Verhaftung durch die Flucht entziehen musste.
Als Zeichner und Karikaturist setzte er sich intensiv und engagiert mit der politisch bewegten Zeit der beginnenden Demokratisierung auseinander und karikierte als politischer Hitzkopf und «Pfaffenfresser» mit spitzem Griffel alles, was seiner Meinung nach marode war.

Nach dem Umsturz von 1830 fand Disteli auch in Solothurn Unterstützung. Er wurde Zeichenlehrer und machte sogar militärisch Karriere.

Leider war es ihm nicht mehr vergönnt, seinen Entwurf für das Hauptaltarbild in die neue Oltner Stadtkirche umzusetzen. Zu lange hatte er sich geweigert, der Stadt den verlangten Entwurf im Massstab 1:1 vorzulegen. So wurde das Bild nach seinem frühen Tod durch den Basler Maler Sebastian Gutzwiller vollendet.

Nicht weniger als 150 Werke des streitbaren Oltner Karikaturisten vermachte Stadtammann Jakob Benedikt Schmid (1811-1880) dem von ihm gegründeten Disteli- und Museumsfonds aus seiner privaten Sammlung. Er legte mit dieser Schenkung zugleich auch den Grundstein zur Entstehung der heutigen Distelisammlung, die ihrerseits wesentlich Anlass zur Gründung des Oltner Kunstmuseums war.

Foto: Martin Disteli (1802-1844): "Gestörtes Liebesabenteuer" (Kunstmuseum Olten)


 

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