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Bifang: Markt und Verkehr unter einen Hut bringen

Eine leistungsfähige und konstante Erschliessung mit Bus und Auto und eine gute Lösung für den Wochenmarkt am Samstagmorgen: Der Stadtrat hat für das Betriebs- und Gestaltungskonzept Bifang vor dem Hintergrund des Projekts Sälipark 2020 neue Ideen entwickelt.

Am 21. November 2016 hatte der Stadtrat die Freigabe der Planauflage Nutzungsplanung Riggenbachstrasse im Zusammenhang mit dem Projekt Sälipark beschlossen, die dann vom 25. November 2016 bis 4. Januar 2017 erfolgte. An derselben Sitzung genehmigte er das Betriebs- und Gestaltungskonzept Bifang als flankierende Massnahme, das aber nicht Plangegenstand ist.

 

Unabhängig vom Nutzungsplanverfahren (vgl. Kasten) wurden in der Zwischenzeit verschiedene Varianten des Betriebs- und Gestaltungskonzepts studiert – immer unter der Voraussetzung, dass das Projekt Sälipark 2020 realisiert wird. Der Stadtrat hat dabei festgelegt, dass die Verkehrserschliessung erstens aus Kapazitätsgründen weiterhin von zwei Seiten erfolgen und zweitens jeden Tag, also auch während des Wochenmarkts am Samstagmorgen, identisch sein soll. Das heisst, die ganze Woche über wird die Buslinie Richtung Dulliken vom Postplatz herkommend via Von-Roll-Strasse – Riggenbachstrasse – Bifangstrasse – Bifangplatz bzw. in der Gegenrichtung geführt; die Norderschliessung für den Autoverkehr erfolgt von Osten her via Bifangplatz – Bifangstrasse und von Westen her via Von-Roll-Strasse – Riggenbachstrasse.

 

Begegnungszone ausdehnen

 

Was die Tempovorschriften betrifft, schlägt der Stadtrat gegenüber seiner ersten Version eine Ausdehnung der Begegnungszone über die Alte Aarauerstrasse, den Knoten zur Von-Roll-Strasse und die Riggenbachstrasse im Bereich des Sälipark hinaus vor: neu sollen auch die Bifangstrasse und der Bifangplatz westlich des Fussgängerstreifens zur Tempo-20-Zone gehören. (Noch) nicht in die Begegnungszone aufgenommen werden sollen hingegen die Von-Roll-Strasse selber und die Kurve zur Riggenbachstrasse hin: Allein deren Integration würde einen Umbau mit geschätzten Kosten in der Höhe von rund 750'000 erfordern. Hier wird eine anstehende Entwicklung auf dem BBZ-Areal abgewartet.

 

Die identische Erschliessung während der ganzen Woche hat zur Folge, dass weder Riggenbachstrasse noch Bifangstrasse für den Wochenmarkt zur Verfügung stehen, weil es nicht Sinn macht, dass die Erschliessung zum Sälipark ausgerechnet in der frequenzstärksten Zeit erschwert wird. Dies entgegen einer im April 2017 eingereichten Petition, welche weiterhin einen Wochenmarkt auf der Bifangstrasse forderte, möglichst erweitert zur Riggenbachstrasse und zum Bifangplatz. Für den künftigen Samstagmarkt sieht der Stadtrat zwei Möglichkeiten vor: Die eine davon ist die Engelbergstrasse, wo sich mit den Vorplätzen des Begegnungszentrums Cultibo, des alten Feuerwehrlokals und der Marienkirche Synergien ergeben könnten, jedoch diejenige mit dem Einkaufszentrum reduziert würde. Durch diesen Standort würde zudem am Samstagmorgen die Zufahrt ins Säliquartier für die Anwohnenden zusätzlich erschwert, nachdem schon die Riggenbachstrasse unterhalb der Kreuzung mit dem Krummackerweg mit einem Poller generell für den Autoverkehr gesperrt wird.

 

Neuer «Marktplatz» als Variante

 

Als zweite Lösung sieht der Stadtrat die Möglichkeit, auf der Ostseite der Bifangstrasse am Rande der Bifangmatte einen rund 15 Meter breiten öffentlichen Platz zu erstellen – nicht nur als attraktiven Marktplatz in der Nähe des Einkaufszentrums, der auch für die MIO und andere Anlässe genutzt werden kann, sondern auch als Aufenthaltsort für die Bevölkerung und für die zahlreichen Nutzerinnen und Nutzer der Bildungs- und Arbeitsstätten im Umfeld. Dadurch könnten – so die Erwartung – auch die Nutzungskonflikte auf der Bifangmatte entschärft werden. Durch den Einbezug der westlichen Strassenseite (Anpassung Strassenrand, neue Baumreihe mit integrierten Parkfeldern) können zudem die Verkehrsführung für Busse und MIV und die Sicherheit für den Veloverkehr deutlich verbessert und die Bifangstrasse auch optisch aufgewertet werden. Die Kosten für diesen neuen Platz inklusive Anpassung der Bifangstrasse würden rund 0,7 bis 0,8 Mio. Franken betragen.

 

Apropos Kosten: Die Umgestaltung des Bifangplatzes inklusive Bushaltestellen dürfte voraussichtlich auf rund 1,4 Mio. Franken zu stehen kommen, diejenige der Riggenbachstrasse in der Vorzone des Säliparks inklusive Bushaltestelle und Poller auf rund 1,3 Mio. Franken. Als weiteres Modul wird nach einer Bedarfsabklärung die Aufhebung der Unterführung unter der Unterführungsstrasse durch mit geschätzten Kosten von rund 0,9 Mio. Franken geprüft; deren Rückbau würde mithelfen, die Florastrasse und den Bifangplatz aufzuwerten.

 

Das Betriebs- und Gestaltungskonzept Bifang mit den beiden Marktvarianten Engelbergstrasse und Bifangmatte wird in Abhängigkeit von der Weiterverfolgung des Projektes Sälipark 2020 weiterbearbeitet.

 

Durch Einsprachen blockiert

 

Das von der Giroud Olma AG in Zusammenarbeit mit der Genossenschaft Migros Aare lancierte Projekt Sälipark 2020 mit dem Ziel einer Erneuerung und Erweiterung des Einkaufszentrums ist derzeit noch blockiert durch drei nachbarrechtliche Einsprachen. Der Stadtrat hofft auf eine Klärung der Situation bis Ende Jahr, damit die Nutzungsplanung wie auch das Betriebs- und Gestaltungskonzept weitergeführt werden können und auch die vom Parlament auf eine Motion der Fraktion SP/Junge SP hin verordnete Begleitkommission Bifangplatz eingesetzt werden kann. Weitere 39 Einsprachen gegen die Nutzungsplanung, insbesondere bezüglich Verkehrserschliessung und Marktstandort, sind parallel dazu in Bearbeitung.

 


Neue Variante: Für den Wochenmarkt und weitere Nutzungen wird die Schaffung eines Platzes parallel zur Bifangstrasse geprüft.
Neue Variante: Für den Wochenmarkt und weitere Nutzungen wird die Schaffung eines Platzes parallel zur Bifangstrasse geprüft.

Datum der Neuigkeit 28. Juni 2018