Energiestadt Olten bestand Reaudit erfolgreichAlle vier Jahre werden die Energiestädte auf Herz und Nieren geprüft und festgestellt, wo sich die Stadt auf ihrem Weg zu einem langfristig nachhaltigen Energieeinsatz befindet. Olten hat sich 2008 erstmals – wiederum zusammen mit den Solothurner Partnerstädten – mit Bravour dieser Prüfung gestellt: In den vier Jahren seit der ersten Zertifizierung hat die Stadt viel erreicht: Sie konnte den Anteil von anrechenbaren Massnahmen von 54% auf 64% steigern!
Die Stadt Olten betreibt seit vielen Jahren eine aktive Umwelt- und Energiepolitik. Sie ist Mitglied beim Klimabündnis und entwickelt Aktivitäten im Sinne einer lokalen Agenda 21. Erste herausragende Aktivitäten im Energiebereich verfolgte Olten vor rund 10 Jahren mit der massgeblichen Unterstützung der Entwicklung des Instrumentes Energiestadt. Nach einem längeren Unterbruch im Durchlaufen des Labelprozesses hat der Stadtrat im Dezember 2002 entschieden, den Energiestadtprozess wieder aufzunehmen. So hat im Jahr 2003 eine Arbeitsgruppe unter der Federführung der Baudirektion II (Regina Flury von Arx, Umweltfachstelle) eine Arbeitsgruppe, bestehend aus den Mitgliedern Adrian Balz (Hochbau), Aldo Stoppa (Planung), Beat Erne (Leiter Marketing a.en), Christian Amoser (externer Energieberater) eine detaillierte Bestandesaufnahme der Energieaktivitäten durchgeführt. Dieser intensive Prozess wurde moderiert durch die Energiestadtberater Pius Hüsser und Christian Leuenberger. Nach der Bestandesaufnahme wurde ein energiepolitisches Programm mit Massnahmenprogramm erarbeitet und vom Stadtrat am 8. Dezember 2003 genehmigt. Am 16. März 2004 entschied die Labelkommission Energiestadt, dass Olten die Bedingungen für die Erteilung des Labels „Energiestadt“ erfüllt und am 31. März 2004 fand in Grenchen die offizielle Überreichung des Labes statt. Erfolgreiches Reaudit Alle vier Jahre werden die Energiestädte auf Herz und Nieren geprüft und festgestellt, wo sich die Stadt auf ihrem Weg zu einem langfristig nachhaltigen Energieeinsatz befindet. Olten hat sich 2008 erstmals – wiederum zusammen mit den Solothurner Partnerstädten – mit Bravour dieser Prüfung gestellt: In den vier Jahren seit der ersten Zertifizierung hat die Stadt viel erreicht, wie an der Übergabefeier des neuen Zertifikats vom 24. September an der Heso Solothurn bestätigt wurde: Sie konnte den Anteil von anrechenbaren Massnahmen von 54% auf 64% steigern! Als Highlight der Energiepolitik der Stadt Olten wird von der Labelkommission die vom Stadtrat verabschiedete Gebäudestrategie bezeichnet. Sie sieht vor, dass bei Sanierungen oder Neubauten von stadteigenen Gebäuden die energetischen Anforderungen auf die Zielsetzungen der 2000-Watt-Gesellschaft ausgerichtet werden. Die 2000-Watt-Gesellschaft stellt eine Vision dar, die bis ins Jahr 2050 den fossilen Energiebedarf auf 2000 Watt (Kopf senken will. Da die 2000-Watt-Gesellschaft eine Vision darstellt, musste diese langfristige Strategie auf die Planungs- und Entscheidungszyklen der Stadtverwaltung angepasst werden. Dies ist gelungen, indem festgelegt wurde, dass bei jedem energierelevanten Entscheid im Gebäudebereich die Anforderungen der 2000-Watt-Gesellschaft nach Amortisationsdauer des Bauteils berücksichtigt und eine Sanierung einzelne Gebäudebereiche kompatibel dazu ausgeführt wird. Oder anders gesagt: langlebige Bauteile müssen hohen Anforderungen genügen (z.B. Dachsanierungen), bei kurzlebigen (z.B. in der Haustechnik) genügen Zwischenschritte – man will sich auch nicht die Möglichkeit entgehen lassen, vom technischen Fortschritt profitieren zu können. Auch die Sanierung der Bifangturnhalle, welche die Kriterien des Minergiestandards erfüllt, der Neubau der Garderoben im Kleinholz sowie die geplante Erneuerung des Blockheizkraftwerkes im Stadthaus wurden lobend erwähnt. Aus dem Bereich der Planung tragen die Umsetzung der Tempo 30-Zonen und das Lichtkonzept zum guten Resultat bei. Ebenfalls speziell erwähnt wird auch die Energieberatung Region Olten. Die Stadt Olten konnte die seit rund 20 Jahren auf Stadtgebiet angebotene neutrale Energieberatung auf die Regionsgemeinden ausdehnen. Gelungen ist dies dank einer Erhöhung des Sockelbeitrages der Aare Energie AG, den Eigenleistungen der Umweltfachstelle und der Einführung eines differenzierten Kostenmodells. Die Gemeinden im Stromversorgungsgebiet der Aare Energie AG konnten wählen, ob sie sich an der Energieberatung beteiligen möchten (A-Gemeinden) oder nicht (B-Gemeinden). Bei A-Gemeinden nun kostet eine Beratung mit Liegenschaftsbesuch die Hauseigentümer Fr. 100.—, bei B-Gemeinden Fr. 250.-. Die stetig steigende Nachfrage nach Beratungen zeigt, dass hier ein wegweisender Schritt getan wurde. Im Bereich der Mobilität hat sich die Zusammenarbeit der vier Energiestädte mit den kantonalen Ämtern als sehr fruchtbar erwiesen: Es ist gelungen, Massnahmen aufgrund eines gemeinsam entwickelten Konzeptes „Mobilitätsmanagement Kanton Solothurn“ während eines Pilotjahres umzusetzen und so deren Wirksamkeit und Erfolg in der Praxis zu testen. Das Interesse der Transportunternehmungen, der kantonalen Ämter und der Energiestädte lässt hoffen, dass das „Mobilitätsmanagement Kanton Solothurn“ in den Normalbetrieb überführt werden kann. Auch im Bereich Kommunikation gibt es einige Aktivitäten speziell zu erwähnen: Der neue Stadtplan enthält alle wichtigen Informationen, um situationsangepasst mobil sein zu können (Bus-Linien und -haltestellen, Taxi-, Mobility- und Parkplatzstandorte sowie Velorouten). Alljährlich findet für die Öffentlichkeit auch eine Ausstellung oder ein Kurs zu Energiesparmöglichkeiten statt: 2006 wurde gezeigt, auf was bei einer Kellerdeckenisolation geachtet werden muss, 2007 wurden die Heizleitungen thematisiert. Weiterführende Informationen: www.umwelt-olten.ch www.olten.ch www.so-mobil.ch www.energiestadt.ch
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