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Olten SüdWest: ein Stadtquartier entsteht


Im Gebiet des ehemaligen Zementwerkes PCO und des Kieswerkes der AG Hunziker & Cie westlich des Bahnhofes Olten Hammer entsteht ein neues Stadtquartier. Seit Oktober 2015 sind die ersten 420 Wohnungen fertiggestellt. Derzeit wird der bestehende Gestaltungsplan überarbeitet mit dem Ziel, künftig mehr Abwechslung in die Wohnnutzungen zu bringen und die Aussenräume aufzuwerten.

Olten SüdWest
Zum Wohnungsangebot

Im Gebiet Olten SüdWest soll ein Stadtteil mit einer Bevölkerung von bis zu 4000 Personen und bis zu 1300 Arbeitsplätzen entstehen. Der bestehende Gestaltungsplan sieht vor, dass entlang den SBB-Gleisen beim Bahnhof Hammer ein neues Quartierzentrum mit bis zu sechsgeschossigen Gebäuden entsteht, um die Vertiefung entlang dem heutigen Zementweg bis zur Höhe der Gheidebene auffüllen zu können. Im Erdgeschoss sind publikumsorientierte Nutzungen vorgesehen. Darüber befinden sich Wohnungen, Dienstleistungen oder nicht störende Gewerbenutzungen. Ausserhalb des Quartierzentrums überwiegt die Wohnnutzung. Für die Belebung des Quartiers sind in den Erdgeschossen entlang den Plätzen und der Haupterschliessung publikumsorientierte Nutzungen geplant. Die Gebäude erreichen mit vier bis fünf Geschossen die Höhe der Gheidebene.

Mit einer neuen Personenunterführung Hammer soll die Verbindung zum Stadtzentrum und zum Bahnhof Hammer sichergestellt werden. Seit Dezember 2015 führt eine Buslinie durch die Innenstadt an den Bahnhof Olten.

Die Böschungen und der Lärmschutzdamm auf der Nordseite sind gemäss dem rechtskräftigen Gestaltungsplan Arealgestaltung Olten SüdWest als Schutzzone für den ökologischen Ausgleich reserviert. Diese stellt ein Lebensraum für die seltenen Tier- und Pflanzenarten dar, welcher beim jahrelangen Kiesabbau neu entstanden ist. Dafür ist innerhalb der Reservezone ein beruhigter Bereich eingerichtet worden, welcher als Wanderbiotop dient, bis die Schutzzone bereitgestellt ist. Die Gesamtfläche der Schutzzone beträgt etwa 7.5 ha oder 24% der Gesamtfläche.

Gestaltungsplan wird überarbeitet

Im Herbst 2015 wurden im Baufeld 4 von Olten SüdWest 420 Mietwohnungen dem Markt übergeben. Die Überbauung des ersten von 14 Baufeldern hat gezeigt, dass die im Gestaltungsplan aus dem Jahre 2008 definierte maximale Dichte mit Ausnahme der Baufelder entlang der Bahnlinie realisierbar ist, dass die maximale Gebäudehöhe aber zu einer grossvolumigen und uniformen Bebauung führt. Dies wiederum setzt die Aussenräume unter Druck und macht sie eher zu „Resträumen“ als zu wirklichen Orten des öffentlichen Lebens.

Ebenso hat sich herausgestellt, dass die gewerbliche Nutzung der Sockelgeschosse schwierig ist. Nach Ansicht der städtischen und kantonalen Behörden wie auch der Eigentümerschaft stehen daher die Zeichen auf qualitativ gute, abwechslungsreiche Wohnformen, die langfristig zu einer guten Aufnahme durch den Markt und auch zu einer lebendigen Vielfalt unter den Bewohnerinnen und Bewohnern führen sollen. Ohne Reduktion der Ausnützung machbar wäre dies durch höhere, im Gegenzug allenfalls auch niedrigere Bauten an ausgewählten Orten. Ein zu diesem Zweck überarbeiteter Gestaltungsplan soll zudem zwar nach wie vor zentrale Leitlinien vorgeben, zugleich aber auch Flexibilität zulassen, um auf künftige Marktentwicklungen reagieren zu können. Zu prüfen ist auch die Schaffung von Wohneigentum, welches in der Regel für eine starke Identifizierung mit dem Quartier sorgt.

Aufgrund eines Grundlagenpapiers gab die Eigentümerschaft des Areals Olten SüdWest Anfang September grünes Licht, um eine kooperative Anpassung des Gestaltungsplans zu konkretisieren und den erforderlichen Weg aufzuzeigen, sofern dies nicht zu wesentlichen Verzögerungen für die weitere Arealentwicklung führt. Als Ziel wurde formuliert, künftig mehr Abwechslung in die Wohnnutzungen zu bringen und die Strassenräume und Gartenanlagen gestalterisch aufzuwerten, was auch zu einer lebendigen Vielfalt unter den Bewohnerinnen und Bewohnern führen soll.

In der nächsten Phase wird es nun zuerst darum gehen, bis ungefähr Mitte 2017 einen Masterplan als Grundlage für die Überarbeitung der Nutzungsplanung zu erstellen. Anschliessend plant die Grundeigentümerschaft auf dieser Basis bis zirka Ende 2018 die Ausarbeitung eines neuen Gestaltungsplans. Bereits während dieser zweiten Phase kann sie auf der Basis des Masterplans die Baufeldentwicklung für die nächste Bauetappe aufnehmen, um die Verzögerungen durch die Erarbeitung des neuen Gestaltungsplans möglichst gering zu halten.